Hey,
Jetzt sind wir schon eine Weile unterwegs und gewöhnen uns so langsam wieder ans Nomadenleben. Der Abschied von unserer Weingutfamilie war ein ganz herziger und der chef hat uns noch einen Karton guter Weine für die Fahhrt zusammengestellt. Nach dem Sonnenuntergang bei den Pinnacles haben wir uns in Jurien Bay auf einen Parkplatz gestellt und sind heimlich in den hinteren Teil unseres Vans verschwunden. Schon praktisch, so ohne Fenster, da schauen er aus wie ein einfacher Lieferwagen.
Am nachsten Morgen sind wir weiter nach Geralton und haben dort ein paar Stunden verbracht bevor wir uns auf den Weg in die Hutt River Province gemacht haben. Das ist ein eigenes Land in der Größe von Hong Kong. Der Prinz, der dort regiert, hat sich 1970 von Australien los gesagt, weil die Regierung zu viel von seiner Ernte wollte. Der inzwischen 87 jährige Herscher hat bei unserer Ankunft die 10$ fürs Campen kassiert und uns eine Gute nacht gewünscht. Am nächsten Morgen haben wir uns dann alles zeigen lassen: Im Post Office, das auch als Verwaltungssitz der Regierung genutz wird, haben wir uns Stempel in den Reißepass machen lassen. Auch der Royals Royals (oder wie man das schreibt) und das kleine Museum voller Gastgeschenke der vielen Besucher waren ganz ok und interresant. Danach sind wir in richtung Kalbarri aufgebrochen.
Bei kalberri besteht die Küste aus ziemlich hohen Sandsteinklippen und die Landschaft aus Buschland. Nach einem kuzen Abstecher in den Ort war ich beim "Blue Holes Fisch Sanctuary" schnorcheln um endlich mal die Flossen auszuprobieren die Nadja mir zum Geburtstag geschenkt hat. Sie wollte aber nicht mit ins Wasser. Denn: Sie hat gleich mit ihrer Superkraft, der Logik, durchschaut, dass durch die hohen Wellen das Wasser viel zu aufgewühlt sein würde. Besonders weit konnte ich dann auch nicht gucken, aber durch die Papageienfische die ich entdeckt habe, hat es sich trotzdem gelohnt. Geschlafen haben wir dann schließlich auf einem Campingplatz. Hier hatten wir von einem Hügel aus einen tollen Blick aufs Meer und sind abends noch mit anderen Backpackern zusammen in der Küche gesessen. Das war schön.
Am nächsten Morgen wohnten wir einer fießen Forstellung bei, bei der ein Pelikan zur Belustigung der Touristen mit toten Fischen beworfen wurde. Pelikan feeding schimpft sich diese perfiede Form der Massenunterhaltung. Ganz schön gemein dachte ich mir, aber als der Pelikan durschaut hatte was da vor sich ging, hat er die Situation zu seinen Gunsten gekehrt und die Fische einfach in der Luft gefangen und runter geschluckt. hahaa!
Danach fuhren wir weiter ins Innland des Kalbarri Nationalparks. Hier hat der Murchison River eine Riesige schlucht in die Erde gegraben. Leider war die Straße dort hin mal wieder ungeteert und Hubbelig. Das heist dann immer so 20 km/h, Stress durch das laute Rumpeln, und ein Partyfeeling wie beim Bobycar fahren auf einem Wellblechdach. Aufgepeppt wird das ganzen durch die Angst, dass das Auto zerbricht oder im Sand stecken bleibt. Fast jedenfalls ;-) und die Aussicht die man danach bekommt macht alles wieder gut. Danach sind wir schonmal richtung Monkey Mia weitergefahren und haben bei Sonnenuntergang auf einem campingplatz halt gemacht dessen Boden von myriarden kleiner weißer Muscheln gepflastert ist. Hamelin Station, wens interesiert. Sehr gut als Zwischenstop.
Am nächsten Morgen haben wir uns viel Zeit gelassen und klapperten danach die typischen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg nach Monkey Mia ab: Stromatoliten und Shell-Beach. Der Wikipedia Eintrag zur Shark Bay will da mehr ins Detail gehen als ich gerade :-)
Jetzt sitzen wir in Denham am Handy und nutzen nach einem späten Mittagessen den Handyempfang voll aus, wie ihr seht. Alles bestens also.
LIEBE GRÜßE
Erik und Nadja
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